//Begin Molekularbiologischer Bericht über Linguafoeda Acheronsis (Xenomorph)//
Im folgenden wird davon ausgegangen, daß sich die Aliens auf natürlichem Wege
auf einem Planeten entwickelt haben und nicht gentechnisch geschaffen wurden.
Die Aliens sind nicht die dominate Spezies ihrer Heimatwelt, sondern Teil eines
komplexen Ökosystems. Grundlage für die Spekulationen sind NUR die Filme.
Wichtige allgemeine Eigenschaften der Aliens
- Wirtsabhängige
Fortpflanzung
- Metamorphosischer Lebenszyklus in zwei Phasen
- Exoskelett
aus Metallsilikaten
- Häutung in der Wachstumsphase
- Niedriger
pH-Wert des Blutes
- Große Schnelligkeit und Stärke (im Vgl. zum Menschen)
- Großer gewölbter Schädel von unterschiedlicher Gestalt
- Zunge
bildet ein Maul
- Außen Fleischfresser-Zähne
- Luftsäcke in der
Jungphase
- Gliedmaßen und Schwanz sind in allen Lebensphasen gegliedert
- Unterschiedliche Abzahl von Gliedmaßen und Fingern in den verschiedenen
Lebensphasen
- Predator-Intelligenz oder größere
- Massenhafte Schleimproduktion
Vermutete allgemeine Eigenschaften der Aliens
- Sozialstruktur und Kommunikation
- Innendruck größer als 14 psi
- Körpertemperatur
entspricht der Umgebungstemperatur
- Kann unterwasser "atmen"
- Nestbau in warmen Gebieten
Diese Eigenschaften sind abhängig
von der jeweiligen Entwicklungsphase der Weltraum-Parasiten. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit
wird hier nicht davon ausgegangen, daß sie Biowaffen sind, sondern daß sie irgendwo
im All gefunden wurden und an ihren Standort angepaßt oder verändert worden sind.
Im Mittelpunkt dieser Einschätzung steht ihre ursprüngliche Form und ihre Heimatwelt.
Das setzt voraus, daß jede vorgenommene Veränderung und Anpassung auf vorher existierenden
Wesen basiert, sodaß die ursprüngliche Kreatur ähnliche Eigenschaften besessen
haben muß. Die Aliens, wie wir sie kennen, werden im folgenden als "modern"
bezeichnet.
Um Verwechslungen zwischen den verschiedenen theoretischen
Spezies und ihren jeweiligen Lebenszyklen zu vermeiden, wurden den Lebensphasen
die folgenden spezifischen Bezeichnungen gegeben:
| Nr. | Lebenszyklusphase | Lebensphasenbezeichnung |
| 1 | Ei wird von Königin gelegt Reifephase (Diese Phase
dürfte in der Gebärmutter stattfinden) | EI |
| 2 | Ei
reift Ruhephase (Dauer ist unbekannt) Ein Wirt wird entdeckt =
Bewegung + Geräusche | - |
| 3 | Ei öffnet sich, Larve
folgt den Wirtsignalen und erhält Kontrolle über die Atemöffnung Einpflanzungsphase
ca. 24 Stunden | LARVE |
| 4 | Larve pflanzt das Embryo
in das Atemsystem des Wirts ein und stirbt. Schwangerschaftsphase ca.
1-10 Tage | EMBRYO |
| 5 | Brustsprenger bricht aus
dem Wirt hervor | NYMPH |
| 6 | Der Gesichtsklammrer
durchläuft eine Reihe von puppen-ähnlichen Umwandlungen, bis das Image erreicht
ist | PUPPE IMAGO |
| 7 | Königin-Imago schafft
Ei | KÖNIGIN |
Die Lebensabschnitte Ei und Larve werden
als JUNG bezeichnet und Embryo, Nymphe, Puppe und Imago als AUSGEWACHSEN.
Diskussion über beobachtete Eigenschaften
Der Lebenszyklus der Aliens
ist in zwei verschiedene Phasen getrennt, die an abwechselnde sporophytische und
gametophytische (Er)zeugungsphasen von Pflanzen und Pilzen erinnern. Pflanzen
produzieren verschiedene Arten von Fortpflanzungszellen (Sporen und Gameten),
die den Ursprung von genetisch verschiedenen Arten eines Organismus bilden. Die
Sporen werden zu Gametophyten, die Gameten produzieren und die Gameten verbinden
sich zu Sporophyten, die Sporen produzieren. Bei den Aliens könnte die Jungphase
die Sporophyten-Phase darstellen. Diese würde das Embryo schaffen. Die gametophytische
Phase könnte durch die ausgewachsenen Formen repräsentiert werden. Diese würden
nach der Verbindung der Gameten Eier schaffen. So eine Strategie könnte auf eine
chaotische und gefährliche natürliche Umgebung hinweisen (siehe Diskussion über
hypothetische Ursprünge). Da wir nichts über die Gentik dieser Kreaturen wissen,
wären weitere Spekulationen über ihre Lebensweise und die Natur ihrer Fortpflanzungszellen
unbegründet. Die Aliens scheinen vom Äußeren her eine Mischung aus Gliederfüßer
und Wibeltier zu sein. Der geteilte exoskelettale Panzer und die veränderliche
Anzahl der Gliedmaßen erinnern an terrestrische Gliederfüßer, während der Körperbau
der Ausgewachsenen mehr wirbeltier-ähnlich zu sein scheint durch das Vorhandensein
eines Mauls, das Rückgrat, das als Schwanz endet und durch die gegenüberliegenden
Füße und Greifhände. Die Beine der Larve sind durch Gelenke mit einem Endoskelett
verbunden, das mit einer enganliegenden Muskelschicht und einer biegsamen Außenschicht
aus Eiweißen und Silizium bedeckt zu sein scheint. Das scheint darauf hinzudeuten,
daß die frühsten Vorfahren dieser Kreaturen Endoskelette besaßen und daß sich
das Exoskelett erst später entwickelte. Wie bei der Wirbeltierentwicklung im Silur
und Devon könnte sich zuerst das Endoskelett entwickelt haben um den Organismus
zu schützen. Erst dann hat sich das Exoskelett wegen Umweltveränderungen ausgebildet.
Selbst die Eier sind komplexe Organismen. Sie sind auf unbestimmte Zeit für
die Lebenserhaltung der Larve verantwortlich und müssen einen möglichen Wirt von
anderen Nestmitgliedern unterscheiden und erkennen können.Das Ei hat elementare
Bewegungsteile. Wenn es die Nähe eines Wirts festgestellt hat, läßt es die Larve
frei. Bei der modernen Spezies ist das Ei leicht brennbar, lichtdurchlässig und
ungepanzert. Ihr im Vgl. zu den Ausgewachsenen zerbrechliches Wesen könnte eine
Folge des Schutzes sein, den das Nest bietet. Durch diese ungewöhnlichen Eigenschaften
kann man annehmen, daß das Ei und die Larve bis zur Freilassung der Larve einen
gemeinsamen Organismus bilden. Die Größe des Eis im Vgl. zu der beinhalteten Larve
deutet auf einen umfangreichen innerern Aufbau, bestehend aus Systemen zur Lebenserhaltung
und Sinneswahrnehmung.
Trotz der offenkundigen direkten Unterschiede bleibt
der grundsätzliche Körperbau erhalten. Die Larvenform hat 8 Beine, aber während
die Imagoform nur 4 Gliedmaßen zu besitzen scheint, hat die Königin wieder 8.
Alle Arten haben einen gegliederten Schwanz, der auf das Vorhandensein eines Rückgrats
schließen läßt. Da die Jungen ein Endoskelett besitzen, kann angenommen werden,
daß die Ausgewachsenen auch eins besitzen. Die Form des Kopfes der Ausgewachsenen
ist auch unterschiedlich. In den Nach-Nymphen-Formen enthält ihr Maul ein zweites
am Ende der Zunge und ihr Kopf ist lang und gebogen. Bei der modernen Art wurde
die Larvenform wahrscheinlich soweit verändert, daß die Mehrheit der Sinnesorgane
im Ei verbleibt, wenn die Larve es verläßt. Wenn die "Luftsäcke" der
Jungform zur Atmung benutzt werden, würden sich die Atmungsorgane der Ausgewachsenen
hinter dem letzten Fußpaar befinden. Auf dem Rücken der meisten Ausgewachsenen
sind vier "Dornen" sichtbar (bei Königinnen sechs), die vielleicht für
die Atmung zuständig sind. Zusätzlich könnte die Kopfform insoweit angepaßt worden
sein, daß sie die versehentliche Einpflanzung eines Embryos durch eine Larve oder
die absichtliche Einpflanzung durch eine Larve einer anderen Spezies verhindert.
Die Beine der Larve würden nicht einfach in den Alien-Kopf greifen können und
die "Embryopositionierungsröhre" würde den Attacken der "Mund-Zunge"
ausgesetzt sein. Das könnte darauf deuten, daß die Aliens auf ihrer Heimatwelt
Konkurenz haben.
Solange sie im Ei ist, ist die Larve einer Flüssigkeit ausgesetzt,
was darauf hindeutet, daß die Spezies ihren Ursprung im Wasser hat. Die "schlüpfende"
Larve umgibt eine dünne Schicht dieser Flüssigkeit, die ätzend zu sein scheint,
wenngleich nicht so stark wie das Blut. Die Kombination der Ei-Flüssigkeit und
des Blut-pHs deutet auf eine völlig andere Wasserwelt, als die der Erde. Es ist
möglich, daß der pH-Wert der Ei-Flüssigkeit nah am wahren pH-Wert der Ozeane der
Heimatwelt liegt. Die Säureeigenschaften des Blutes sind wahrscheinlich auf eine
Kombination aus Veränderung und Anpassung zum parasitären Lebensstil zurückzuführen.
Während des Ei-Reifeprozeß könnten die Säure-Eigenschaften des Eis herabgesetzt
sein.
Wahrscheinlich sind die Säure-Eigenschaften des Blutes nicht einfach
auf den pH-Wert zurückzuführen. Möglicherweise spielen andere chemische oder enzymatische
Faktoren eine Rolle. Zusätzlich zur Funktion als Medium für ein inneres Transportsystem
könnte das Blut ein verdauungsförderndes System sein. Die Säure scheint eine größere
Wirkung auf organische und synthetische Materialien zu haben, als auf Metalle,
was diese Theorie unterstützt.
Der Innendruck des Panzers könnte auf einen
höheren durchschnittlichen Luftdruck als 14 psi hinweisen. Das könnte ein Verteidigungsmechanismus
oder einfach nur der Zirkulationsdruck sein. Vom inneren Aufbau ist nicht viel
bekannt, aber bei hervorbrechenden Nymphen gibt es arterienartig pulsierende Strukturen,
was auf ein pumpendes "Herz-Organ" hinweist. Wahrscheinlich ist die
Heimatwelt im Vergleich zur Erde größer oder die Atmosphäre ist dichter. Die Luftsäcke
der Larven könnten eine Anpassung an das Leben im oder unter Wasser sein, aber
wahrscheinlich sind sie eine parasitäre Anpassung und werden vom Organismus nicht
benötigt. Die Art und Weise, auf die sie funktionieren wird wahrscheinlich vom
Luftbedarf des Wirts bestimmt, aber darüber ist nichts genaues bekannt. Wenn die
Luftsäcke benötigt werden, würde die Larve nicht im Vakuum überleben. Wahrscheinlich
reizen unbewegliche Gase die Ausgewachsenen, die durch eine Kiemen-Struktur in
den "Rückenflügeln" atmen.
Die Körpertemperatur entspricht der der
Umgebung. Vielleicht deutet das auf eine i.a. warme Planetenoberfläche oder auf
einen geothermischen Standortbedarf. Es ist fraglich, wie lange ein Imago im Vakuum
oder bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (des Blutes) überlebt. Der geringe
pH-Wert des Blute weist auf einen extrem niedrigen Gefrierpunkt hin. Königinnen
überstehen längere Perioden in beiden Umgebungen und wahrscheinlich können das
Instar- und Imago-Formen auch. Die verschiedenen Erwachsenenformen zeigen Angst
vor offenen Flammen, sind aber im Gegensatz zu Eiern und Nymphen nicht brennbar.
Das deutet auf Temperaturgrenzen innerhalb der oberen Grenzen der terrestrischen
Umgebung.
Das offensichtliche Fehlen von Augen in den beobachteten Szenen
deutet darauf hin, daß die Aliens entweder in geschlossenen oder in unterirdischen
Gebieten leben oder daß es kein sichtbares Licht gibt, das auf die Oberfläche
der Heimatwelt einfällt. Wenn die Organismen vollkommen im Untergrund leben, deutet
ihre Größe und das Anlegen von gut bevölkerten Nestern auf ein gut entwickeltes
und stabiles unterirdisches Ökosystem. Würden sie ihr ganzes Leben in ihren Nestern
verbringen, wären sie abhängig davon, daß sich Beute und Wirte von selbst in die
Umgebung des Nests begeben. Möglicherweise können sie sie ins Nest locken. Die
Aliens scheinen aber stark und geschickt genug zu sein, um sie zu "fangen".
Wenn sie für längere Zeit (immer) auf der beleuchteten Oberfläche leben würden,
wären ihre Augen deutlich überlegen.
Die Aliens können sich auf senkrechten
Oberflächen und überkopf-hängend bewegen, was die Auffassung unterstützt, daß
sie einen Großteil ihrer Zeit im Untergrund oder in geschlossenen Räumen verbringen.
Diese Beschreibung paßt auch auf die Nester und möglicherweise gibt es Gesellschaftsklassen,
die sich aus dem Nest wagen und Augen besitzen. Wenn, dann wurde das aber noch
nicht beobachtet.Die Nester können über oder unter dem Boden oder der Wasseroberfläche
gebaut werden. Im Inneren sind alle Oberflächen mit einem harzigen Baumaterial
bedeckt. Teilweise unter Wasser gelegene Nester würden Luftkammern für Wirte und
Larven benötigen.
Vom Mundbereich werden ständig riesige Mengen einer zähflüssigen
Substanz abgesondert. Diese Substanz scheint dieselbe zu sein, die zum Nestbau
verwendet wird. Sie bildet beim Verhärten das Harz. Obwohl der Mechanismus dafür
unklar ist, können auch dicke Fäden produziert werden. Vorm Erhärten zeigt das
Harz keine Säureeigenschaften und könnte als Säureneutralisator fungieren. Das
würde dem Alien Schutz gegen die saure Umgebung bieten und gleichzeitig das Nest
vorm Auflösen durch Säure schützen.
Spekulationen über die Heimatwelt
Die
Heimatwelt hat einen höheren Luftdruck und wahrscheinlich eine höhere Schwerkraft
als die Erde. Sie hat Ozeane mit einem sehr niedrigen pH-Wert und wahrscheinlich
eine Atmosphäre mit einem ähnlich niedrigen pH-Wert. Das EM-Spektrum ist völlig
verschieden von dem der Erde, da die "sichtbaren" Wellenlängen fehlen.
Das könnte darauf hindeuten, daß der Planet einen riesigen Orbit hat, extrem bewölkt
ist oder daß er eine schwache Sonne umkreist. In diesem Fall könnte das Ökosystem
auf geochemischen oder geothermischen Systemen basieren. Geothermische Aktivitäten
könnten auch für eine ziemlich hohe Umgebungstemperatur sorgen. Die saure Natur
der Ozeane und der Atmosphäre könnte auf eine ausgedehnte Produktion von Hydrogensulfiden
und anderen hochenergetischen Verbindungen durch geochemische Prozesse hindeuten.
Ein großer Anteil der vulkanischen und tektonischen Aktivitäten könnte durch Gezeitenkrfäfte
durch den Einfluß von Planeten und stellaren Körpern im System entstehen.
Eim Ökosystem, das nicht auf der Photosynthese basiert, würde ein ganz anderes
Schema zur Energiegewinnung besitzen. Es könnte sich auf thermophile und acidophile
Mikroorganismen stützen. Größere Organismen könnten endosymbiotische Versionen
dieser Mikroorganismen enthalten. Pflanzen würde man demnach in Gebieten mit geochemischen
und geothermischen Aktivitäten vorfinden, und zwar auf der Oberfläche und auch
am Boden der Ozeane. Andere Organismen könnten den Unterschied zwischen den pH-Werten
oder der Temperatur an der Grenzlinie zwischen Wasser und Land ausnutzen. Wenn
vulkanische Aktivitäten für die Bewölkung der Atmosphäre verantwortlich sind,
könnte einfallendes Licht von photosynthetischen Organismen in höheren Luftschichten
genutzt werden. Thermophile potosynthetische Organismen könnte es auch in der
Nähe von Lava-Strömen geben. Gebiete ohne vulkanische Aktivität wären dann völlig
tot, wahrscheinlich nur bewohnt von Winterschlaf haltenden Organismen, die auf
ein Ansteigen des Meeresspiegels oder auf verirrte Kreaturen warten.
Ausgedehnte
vulkanische und tektonische Aktivitäten könnten zu einem häufigen Standortwechsel
führen. Ein geothermischer Standort könnte beispielsweise von einem geochemischen
oder vulkanischen verdrängt oder überflutet werden. Wenn das der Fall ist, müßten
die Organismen entweder extrem anpassungsfähig oder extrem beweglich sein, um
zu überleben.
Hypothetische Vorfahren
Das Vorhandensein eines Endoskeletts
UND eines Exoskeletts läßt darauf schließen, daß sich die Gegebenheiten während
der Entwicklung des Organismus geändert haben, was einen gepanzerten Schutz des
ganzen Körpers erforderte. Eine solche mögliche Veränderung wäre eine bedrohlich
gestiegene Anzahl an Feinde oder ein extrem gesunkener pH-wert der Umgebung. Diese
beiden Möglichkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus, denn auch ungünstige
Umweltbedingungen können eine Erhöhung an Feinden verursachen. Ein Ozean mit
niedrigem pH-Wert könnte seine Bewohner buchstäblich auflösen, was sie dazu zwingt:
ihren eigenen pH-Wert zu verringern um in der Umgebung zu überleben, eine Barriere
gegen die saure Umgebung aufzubauen, den Ozean zu verlassen oder diese Strategien
in verscheidenen Kombinationen anzuwenden. Dicke Schichten eines sich ständig
erneuernden Panzers würden durch die saure Umwelt abgetragen werden und die Absonderungen
von neutralisierenden Substanzen könnte als eine Art Schild wirken. Ein Senken
des Blut-PHs könnte einigen Schutz bieten, aber das könnte auch das eigene Gewebe
verletzen und würde wahrscheinlich energetisch sehr teuer sein. Ein Anheben des
pH-Werts wäre in einer solchen Umgebung dagegen keine erfolgreiche Strategie.
Bei den Aliens sind all diese Merkmale verschieden stark ausgeprägt, was darauf
hinweist, daß das Wasser der Heimatwelt extrem sauer ist. Die moderne Spezies
scheint nur in der Munregion Sekrete abzusondern. Diese Schutzsubstanzen müssen
wahrscheinlich auf die gesamte Körperoberfläche angewendet werden oder der Körper
ist unter Wasser nicht geschützt. Im ersten Fall könnte das erhärtete Harz dazu
dienen, das Exoskelett zu unterstützen. Das Exoskelett könnte aber auch erst aus
dieser von der Körperoberfläche abgesonderten Substanz gebildet werden. Die Endo-
und Exoskelette würden in diesem Fall aus unterschiedlichen Substanzen bestehen.
In dem anderen Fall würden die Absonderungen nur zum Nestbau benutzt werden. Die
Vorfahren könnten mit einer zusätzlichen Schicht Ablagerungen bedeckt gewesen
sein.
Von den Larven ist bekannt, daß sie eine äußere Schicht aus Protein-Polysachariden
und polarisierten Silikaten besitzen. Sie scheinen keine Absonderungen zu produzieren
und die äußere Schicht scheint nicht so hart zu sein, wie der Panzer eines ausgewachsenen
Aliens. Bei Ausgewachsenen oberhalb der Nymph-Stufe hat der Panzer eine metallische
Erscheinung und besteht wahrscheinlich aus zusätzlichen Materialien. Die Zähne
sehen auch metallisch aus. Wenn die erhärtende harzige Sekrete die Quelle des
Exoskeletts wären, könnten diese Absonderungen abhängig von der beabsichtigten
Verwendung verschiedene Substanzen beinhalten. Absonderungen, die dazu bestimmt
sind, Panzer, Baumaterial oder Stränge und Fäden zu werden, könnten unterschiedliche
Zusammensetzungen haben. Das Leben in einer Vielfalt von herausfordernden und
gefährlichen Umgebungen könnte für die beobachtete Teilung der Fortpflanzungsstrategie
verantwortlich sein. Der Organismus dürfte fähig sein, sich ändernden Umweltbedingungen
schnell anzupassen, indem er verschiedene Gestalten und Vermehrungsstrategien
benutzt. Ein Organismus, der nicht daran interessiert ist, einen Paarungspartner
zu finden, könnte sich darauf konzentrieren einen Träger oder Wirt zu finden,
der fähig ist, seinen Nachwuchs in eine möglicherweise gastlichere Gegend zu bringen.
Organismen in einem gastlichen Gebiet könnten sich darauf konzentrieren, sich
so effizient wie möglich zu vermehren. Einfache Junge könnten Embryos schaffen,
die von beweglichen Wirten weggebracht werden, während erfolgreiche Ausgewachsene
viele Eier schaffen, die an ihre Umgebung gut angepaßt sind. Die Auslese funktioniert
einmal über die Jungen, die verantwortlich sind, anpassungsfähige bewegliche Wirte
zu finden, und zum anderen über die Ausgewachsenen, die diejenigen auswählen,
die am besten an ihre Umgebung angepaßt sind.Das deutet darauf hin, daß die einfachen
Jung-Phasen fähig sind, Umweltveränderungen vorauszusehen und ihr Wirtsmaterial
entsprechend zu ändern. Daß die moderne Spezies eine "verkümmerte" Jung-Phase
hat, ist darauf zurückzuführen, daß eine stabile Umgebung ausfindig gemacht wurde
oder daß eine neuartige Strategie zur Umsiedlung entwickelt wurde. Die stabile
Umgebung könnte der Weltraum gewesen sein oder es gibt vielleicht noch eine bisher
unbeobachtete Klasse, die fähig ist, Eier über große Distanzen hinweg zu transportieren.
Der Lebenszyklus der Vorfahren dürfte ähnlich dem von Raupen und Schmetterlingen
gewesen sein. Der Organismus sucht nach einem Wirt, der einem von einer Larve
produziertem Embryo Nahrung gibt, wie eine Raupe auf einem Blatt. Möglicherweise
waren ältere vorparasitische Formen des Organsismus wie Raupen; die implantierten
"Embryos" könnten beweglich gewesen sein und könnten eine dazwischenliegende
Lebensphase (PRO-EMBRYO) dargestellt haben. Es ist möglich, daß die Nymph-Phase
diese Stelle jetzt eingenommen hat, die schon aus einer erweiterten Larven-Form
entstanden ist. Es ist so gut wie sicher, daß die jungen Phasen und die Nymph-Phase
der modernen Spezies entwicklungsmäßig vereinfacht worden sind. Die moderne Larve
ist nicht fähig, Nahrung zu sich zu nehmen. Sie widmet sich nur der Einpflanzung
eines Embryos.
Der Lebenszyklus müßte folgendermaßen verlaufen sein:
- Ei wird geschaffen und reift. Larve schlüpft.
|
- Die Larve sucht Nahrung und einen geeigneten beweglichen
Wirt.
|
- Die Larve gibt an den
Wirt ein Pro-Embryo ab und kehrt zurück zu 2.
|
-
Das Pro-Embryo ernährt sich vom Wirts-Organismus oder von verschiedenen Wirtsorganismen.
|
- Das Pro-Embryo entwickelt sich
zu einem Instar und wird vom Wirt unabhängig.
|
- Aus
dem Instar entwickelt sich ein Imago.
|
- Das
Imago sucht Nahrung und Artgenossen und schafft Eier.
|
Der
Lebenszyklus ist nur leicht parasitisch. Das Embryo schadet dem Wirt während seiner
Ernährung nicht unbedingt, denn in dieser verwundbaren Phase schwebt er ständig
in der Gefahr der Entdeckung und Vernichtung. Wenn das Pro-Embryo ins Innere des
Wirts eingepflanzt würde und Nahrung direkt vom Wirt aufnehmen würde, wäre es
weniger verwundbar. Die ersten parasitischen Vorfahren dürften ihre Pro-Embryos
im Inneren des Wirts abgelegt haben, von wo sie Nährstoffe aus teilverdauter Nahrung
im Magen oder Verdauungssystem des Wirts erhalten konnten. Wenn das Verdauungssystem
des Wirts Gemeinsamkeiten mit dem von Wirbeltieren hat, könnte es ein Feld eines
extremem pH-Wertes gegeben haben, das zur acidophilen Natur der modernen Spezies
beigetragen hat. Weiterentwickelte Parasiten dürften ihre Pro-Embryo-Formen abgeschafft
haben, indem sie einfach Embryos in ihre Wirte eingepflanzt haben, die dann zu
Nymph-Formen herangewachsen sind, indem sie die Nährstoffe direkt vom Wirt entnommen
haben. Diese Parasiten dürften keine sozialen Organismen gewesen sein.
Hypothetische Vorfahren und Verbreitungsgebiete
Entwicklung der Sozialstruktur
In
absteigender Reihenfolge scheint es im Lebenszyklus der vorsozialen Organismen
folgende Schwachpunkte zu geben: die Ruhephase, die Schwangerschaftsphase und
die Zeit, die die Larve braucht um vom Ei zum Wirt zu gelangen. Diese Risiken
könnten durch das Sichern der Eier "im Untergrund" (entfernt von Wirten
und Ei-Räubern) und durch das Ausschalten von Wirten in der Nähe des Nests minimiert
werden. Die Eier dürften anfällig sein gegenüber kleinen eifressenden Kreaturen
oder größeren Wesen, die fähig sind, in ein belebtes Nest einzudringen. Das macht
gemeinschaftliche Maßnahmen der Ausgewachsenen notwendig, um die Eier zu schützen.
Die Sozialstruktur müßte sich auf natürlichem Weg aus einem solchen System entwickelt
haben. Am Anfang stand wahrscheinlich eine Arbeitsteilung in Jäger/Nahrungssucher,
die frische Wirte finden und sich ihrer bemächtigen, und Krieger/Aasfresser/Pfleger,
die die Eier und die infizierten Wirte vor Räubern schützen. Die folgende Entwicklung
der die Gesellschaft dominierenden Königin könnte ein Weg gewesen sein, die Konkurenz
zwischen teilverwandten Organismen durch die Gründung von genetisch gleichen Nestern
zu verringern. Die große Zahl produzierter Eier der modernen Königin deutet auf
eine Strategie, die eine Überproduktion an Eiern mit sich bringt. Diese Strategie
der modernen Spezies dürfte auf die Mitentwicklung von Ei-Räubern zurückzuführen
sein, oder auf Umweltbedingungen, durch die das Risiko der Zerstörung von bedeutenden
Teilen des Nests sehr hoch war.
Wirtsbedingte Anpassung
Eine
weitere Möglichkeit sich an die Umgebung anzupassen, ist das Übernehmen von Strategien
anderer Spezies. Das Embryo ist in einer erstklassigen Position, etwas über die
Stoffwechsel- und Umweltbedingungen seines Wirts zu lernen. Das Wissen von lokalen
Umweltbedingungen wie pH-Wert, Zusammensetzung der Atmosphäre oder Energieerzeugungsplänen
wäre wichtig für sein späteres Überleben. Unterschiedliche Ansätze zur Energiegewinnung
würden zu verschiedenen Stoffwechseln führen. Das Wissen über die Art des Stoffwechsels
und die Bedürfnisse des Wirts gibt dem Embryo einen Vorteil, der später bei der
Jagd und bei der Suche nach solchen Wirten genutzt werden kann. Die Entwicklung
des Nymphs dürfte auch physikalische Eigenschaften des Wirts nachahmen. Wenn der
Wirt z.B. viel Zeit überkopf-hängend verbringt, könnte der Nymph diese Fähigkeit
auch entwickeln, was ihn zu einem fähigen Räuber in einer solchen Umgebung machen
würde.
Die Ausgewachsenen sind vermutlich durch eine Kombination aus diesem wirtsvermitteltem
Prozeß und einer nachfolgenden Selektion in der Imago-Phase an ihre Umgebung angepaßt.
In der primitiven Spezies wird der Nachwuchs dieser angepaßten Ausgewachsenen
den Zustand der Umgebung beurteilen müssen, wenn sie einen beweglichen Wirt suchen,
der sie in eine gastlichere Gegend bringen soll oder an den sie angepaßt sind.
Wenn die Larve einen beweglichen Wirt auswählt und das Embryo völlig andersartige
Stoffwechsel-Bedürfnisse besitzt, könnte das mit dem Tod des Embryos oder mit
einer Mißbildung enden. Der Nymph muß fähig sein, seine Entwicklung frühstmöglich
abzubrechen und den Wirt zu verlassen, er muß aus den vom Wirt gesammelten Informationen
neue Anpassungsstrategien entwickeln können und er muß vor allem überleben, um
sich fortzupflanzen und um Eier zu schaffen, die an ihre Umgebung angepaßt sind.
Diese Minimalphase ist gliedmaßenlos. Sie zeigt nur die Ansätze von Gliedmaßen
und benutzt den gegliederten Schwanz zur Fortbewegung.
Wenn die Larve einen Wirt wählt, an den sie angepaßt ist, ist die Gefahr für das
Embryo vom Stoffwechsel des Wirts abgestoßen zu werden viel geringer und der Nymph
ist dadurch fähig, sich vorm Ausbrechen zu seiner vollen Form zu entwickeln. Diese
Form besitzt zusätzlich zum Schwanz zwei Paar Gliedmaßen. Es wäre auch möglich,
daß ein von einer Larve gewählter Wirt unbeweglich oder pflanzlich ist.
Wenn einmal eine relativ stabile Umgebung gefunden ist (in der mehrere Fortpflanzungszyklen
möglich sind), könnte man eine veränderte Entwicklung der Nymphen und Ausgewachsenen
feststellen. Auf Druck der Selektion und der wirtsbedingten Anpassung verbessern
sich dann die Strategien zum Überleben in dieser Umgebung.
Sinneswahrnehmung
Da
die Kreaturen keine Augen haben, müssen sie eine andere Möglichkeit besitzen,
ihre Umgebung wahrzunehmen. Da der Körperbau zwischen der Jung-Phase und der Ausgewachsenen-Phase
erhalten bleibt, ist es berechtigt anzunehmen, daß in beiden Fällen die gleichen
Sinnesorgane benutzt werden. Die Eier scheinen fähig zu sein, Bewegung und Entfernung
festzustellen und zwischen Wirten und Nestbewohnern zu unterscheiden. Die Wahrnehmung
von Wärme dürfte in diesem Zusammenhang unwichtig sein, da die Körpertemperatur
der Wirte ähnlich der der Umgebung ist. Die Larven sind fähig, die Atemöffnung
des Wirts ausfindig zu machen, den Abstand dazu zu ermitteln und durch den Raum
zu dieser Öffnung zu springen. Die Ausgewachsenen sind fähig, zwischen Nestbewohnern
und potentiellen Wirten zu unterscheiden und Bewegung festzustellen. Sie besitzen
wahrscheinlich auch Systeme zur Mustererkennung und zur Erkennung von räumlichen
Anordnungen. Ausgewachsene fixieren Objekte mit ihrem Kopf, was darauf hindeutet,
daß sich ihre primären Sinnesorgane im vorderen Teil des Kopfes befinden.
Alle Ausgewachsenen-Phasen produzieren eine Vielfalt von Geräuschen und es ist
wahrscheinlich so, daß sie hören und durch Geräusche kommunizieren können. Die
Kommunikation mit den Eiern wird wahrscheinlich eher durch chemische Mittel als
durch Geräusche erreicht. Wahrscheinlich wird die Erkennung von Nestbewohnern
durch eine Kombination aus chemischen Signalen und Ultraschall erreicht. Eier
könnten auch miteinander durch chemische Signale kommunizieren. Ein bestimmtes
Maß an Kommunikation zwischen den Eiern ist wahrscheinlich, da immer nur ein Ei
reagiert, wenn ein lebensfähiger Wirt in der Nähe ist, auch wenn sich in der Umgebung
mehrere Eier befinden. Die Erkennung von Bewegung und Entfernung könnte durch
ein Ultraschall-System erleichtert werden. In terrestrischen nächtlichen, unterirdischen
und aquatischen Umgebungen wurde dies sehr erfolgreich bewiesen, und dementsprechend
erinnert die Kopfform an Wassersäuger. Trotzdem könnte der große gebogene Kopf
auch als eine andere Art von Sensor dienen. Er könnte benutzt werden, um EM-Wellenlängen
festzustellen, obwohl nicht ersichtlich ist, was eine solche Form auf die Erkennung
von kürzeren oder längeren Wellenlängen im Vergleich zum sichtbaren Licht für
einen Einfluß hat. Möglicherweise besitzen die Kreaturen auch ein Sensor-System
ähnlich der Bewegungsmelder-Technologie.
Kommunikation
Veränderungen
in der Oberflächengestalt des Kopfes scheinen auf eine sensorische Funktion hinzuweisen.
Einzelne Ausgewachsene haben gleichmäßige glatte reflektierende Schädel, während
solche, die sich in einem Nest aufhalten unterschiedliche vordere und hintere
Kopfteile besitzen. Der hintere Bereich ist mit einer gerippten Struktur und einem
pfeilförmigen Kamm bedeckt. Der vordere Teil ist charakteristisch glatt mit einem
Paar Vertiefungen auf beiden Seiten des Kopfes. Diese Form bei den sozialen Organismen
könnte zur chemischen oder Ultraschall-Kommunikation genutzt werden. Daß die gerippte
Struktur im hinteren Kopfbereich des einzelnen Ausgewachsenen sichtbar ist, könnte
darauf hindeuten, daß die glatte reflektierende Oberfläche des Kopfes nur dazu
dient, komplexere Strukturen zu verdecken. Diese glatte Bedeckung erinnert
an die glatte Oberfläche vom Schild am Kopf der Königin. Dieser Schild besteht
aus mindestens 3 unabhängigen Teilen, von denen das größte aus mehreren sich überlappenden
Kränzen besteht. Zwischen diesen Kränzen sind verschieden große Löcher sichtbar,
die zur Produktion chemischer Signale dienen könnten. Bei der Umwandlung vom Imago
zum Königin-Imago (siehe Diskussion über die Vorfahren) könnte sich die Bedeckung
des Ausgewchsenen zu dem Schild entwickeln. Wenn die Umwandlung erst einmal abgeschlossen
ist, würde die neue Königin chemische Signale aussenden, die die Bedeckungen der
Ausgewachsenen in der Nähe zerstören. Wenn die gerippte Struktur der Bedeckung
den Signalproduktions-Organen unter dem Schild der Königin entspricht und zur
Kommunikation zwischen Nestmitgliedern benutzt wird, könnte die Bedeckung dazu
dienen, ein einzelnes Ausgewchsenes von fremden Signalen zu isolieren. Das würde
bedeuten, daß die bedeckten Ausgewachsenen gegenüber den meisten Nestsignalen
"taub" wären. Wenn alle Nestbewohner Nachkommen der selben Königin sind,
könnte das von einer bestimmten Königin ausgehende bedeckungs-zerstörende Signal
genetisch spezifiziert sein. Ein bedeckter Ausgewachsener, der sich in der Nähe
eines fremden Nests oder einer fremden Königin befindet, würde sich selbst zu
einer Königin entwickeln. Ein Ausgewachsener, der sich in der Nähe eines verwandten
Nests oder einer verwandten Königin befindet, würde seine Bedeckung verlieren
und sich dem Nest anschließen. Eine tote Königin würde durch einen jungen bedeckten
Ausgewachsenen ersetzt werden. Es ist anzunehmen, daß ein unbedeckter Asugewachsener
den Befehlen einer Königin bedingungslos folgt. In dem Fall wäre es einer Königin
möglich, eine andere zu töten und ihre unbedeckten Nestbewohner zu übernehmen.
Aber auch trotz der Bedeckung muß es eine begrenzte Kommunikation geben, da eine
gültige Königin fähig sein muß, ihre Zerstörung anzuordnen. Wahrscheinlich wären
bedeckte Ausgewachsene auch fähig, infizierte Wirte zu identifizieren, und könnten
so verwandte Embryos schützen und fremde möglicherweise zerstören.
Die modernen und früheren Wirte
Der
Fortpflanzungszyklus der modernen Spezies ist problematisch, da für die Fortpflanzung
eines jeden Organismus der Tod eines Wirts notwendig ist. Ein Wirt, der den Ausbruch
des Nymphs überleben würde, könnte die Entwicklung dieses Lebensstils begünstigen.
So ein Wirt würde den Schaden überstehen müssen, den er sich durch das Hervorbrechen
zuzieht und er müßte fähig sein, mehrere Folgen von Implantation, Schwangerschaft
und Ausbruch zu überleben. Allerdings hatten frühere Formen des Organsimus vielleicht
eine weniger schädliche Ausbruchsstrategie. Wenn der Nymph anstatt neue Ausgänge
zu schaffen durch die Atemöffnung ausbrechen würde, durch die er ja auch implantiert
wurde, wäre die Überlebenschance des Wirts um einiges größer. Vielleicht haben
frühere Organismen diese Strategie benutzt. Außerdem würde ein Wirt mit einem
dicken Außenpanzer das Schaffen von neuen Ausgängen schwierig machen. Auf jeden
Fall wäre ein großer Organismus besser geeignet, den Prozeß der Embryo-Entwicklung
zu überleben. Die Parasiten könnten dann für den Wirt wenig mehr sein, als etwas
größere Schädlinge. Sie könnten sogar eine symbiotische Funktion erfüllen, indem
sie sich nach dem Ausbruch von Exoskelett-Parasiten ernähren. Für die Implantations-Periode
werden 24 Stunden Nahkontakt benötigt. Das wird durch die gegliederten Gliedmaßen
und durch den Schwanz erleichtert. In den modernen Kreaturen scheint der "Embryopositionierer"
der Larve aus verformbarem Gewebe zusammengesetzt zu sein. Das deutet darauf hin,
daß die Implantation direkt ins gewünschte innere Organ erfolgt. Die Implantation
muß also nicht durch Zerstörung von Außen-Gewebe erreicht werden. Zusätzlich zu
den anderen möglichen Funktionen könnte die Maul-Zunge des Imagos dazu dienen,
Gewebe-Proben aus dem Inneren eines harten Panzers zu entnehmen. Sie könnte auch
eine Öffnung in einem harten Panzer schaffen, um das Embryo dadurch zu implantieren.
Diese Umstände deuten darauf hin, daß der natürliche Wirt einen harten Panzer
besitzt. Während der Implantationsphase wird der Wirt durch spezielle Luftsäcke
der Larve mit Luft versorgt, was darauf hinweist, daß der Wirt sonst während des
Implantations-Prozesses in Gefahr wäre, zu ersticken. Also hat der natürliche
Wirt nur eine Atmungsöffnung und ist zumindest teilweise ein Landbewohner. Die
Merkmale des Bereichs um die Atemöffnung können durch die Schwanzlänge und durch
die Länge dder Gliedmaßen abgeschätzt werden (60-90 cm für die Gliedmaßen und
120-150 cm für den Schwanz). Diese Öffnung befindet sich wahrscheinlich am Ende
eines Halses von unbekannter Länge, der einen Durchmesser von bis zu 30 cm haben
könnte. Das Ende des Halses bildet wahrscheinlich ein Ellipsoid von 30-60 cm Durchmesser.
Die Menge an Sauerstoff, die dem Wirt zur Verfügung gestellt werden kann, wird
begrenzt durch die Größe der Luftsäcke der Larve und das würde die Größe des Wirts
und die Wirtsaktivitäten während der Implantation begrenzen. Wahrscheinlich hat
sich die Luftsackgröße parallel zur Größe des Wirts entwickelt. Die zusammenschnürende
Natur des Schwanzes deutet darauf hin, daß die Atmung des Wirts durch eine Volumenänderung
des Halses erreicht wird. Bidirektionaler Luftfluß in den Wirt könnte durch die
Benutzung von kontrahierenden Wellen erreicht werden. Da der Wirt wahrscheinlich
gepanzert ist, ist der Schwanz wahrscheinlich nicht in der Lage, den Hals des
Wirts zusammenzuschnüren, es sei denn, diese Strategie wird zum Ein- und Ausatmen
benutzt. Wenn der Wirt etwas gegen den Angriff auf seine einzige Atemöffnung
und die nachfolgende Implantation hat, wäre es günstig, wenn der Wirt vorübergehend
bewegungsunfähig gemacht werden könnte. Ein extrem großer Wirt könnte fähig sein
die Larve mit geringen Schäden an seinem eigenen Körper abzutrennen. Vielleicht
wird die zusammenschnürende Natur des Schwanzes dazu genutzt, den Wirt anfangs
bewegungsunfähig zu machen. Auf jeden Fall wäre ein bewegungsloser Wirt eine leichte
Beute für verschiedene räuberische Kreaturen. Vielleicht ist die Implantationsperiode
garnicht SO unangenehm für den Wirt. Vielleicht ist er bei der Implantation auch
bei Bewußtsein und unternimmt keinen Versuch, den Parasit zu entfernen. In diesem
Fall würde beim Implantations-Prozeß nur das natürliche Atemvolumen vermindert
werden, sodaß der Wirt ergänzend die Luftzufuhr der Larve benötigen würde. In
einem solchen Fall wäre es möglich, daß mehrere Larveb gleichzeitig Embryos in
den selben Wirt implantieren. Der Ausbruch des Nymphs scheint durch eine
mäßige Stufe an Wirts-Aktivität ausgelöst zu werden. Das wäre eine berechtigte
Strategie, falls der Wirt irgendwie beeinträchtigt ist. Eine mäßige Stufe an Aktivität
würde andeuten, daß es in der Nähe keine Räuber gibt und daß der Ort für den Ausbruch
des Nymphs sicher ist. Eine genügend hohe Stufe an Aktivität könnte auf eine Flucht
vor einem Räuber deuten und eine Periode von Untätigkeit könnte auf den Versuch
des Wirts hinweisen, sich vor einem Räuber zu verstecken.
Verallgemeinernd
kann man zum natürlichen Wirt folgendes sagen: Er ist ein großer Landbewohner
oder ein semi-aquatischer Organismus, der durch eine Öffnung am Ende eines langen
Halses atmet. Das könnte der Kopf des Wirts sein, aber auch eine andere Struktur.
Der Wirt ist mit großer Wahrscheinlich keit gepanzert und Beute für andere Räuber.
Die meisten der obigen Spekulationen betreffen den Wirt des vorsozialen
Organismus. Der natürliche Wirt des sozialen Organismus ist sehr wahrscheinlich
eine kleinere Version des beschriebenen Wirts. Kleinere Wirte würden in einer
größeren Zahl vorkommen und ihr Bestand würde den parasitischen Lebensstil einer
steigenden Anzahl von Organismen ertragen. Zusätzlich ist es leichter, kleinere
Wirte zu fangen, bewegungsunfähig zu machen und am Leben zu halten, als größere.
Es ist möglich, daß die Vorliebe des modernen Organismus fürs Schaffen neuer Ausbruchsöffnungen
eine Reaktion auf die Verbreitung im All ist. Die auf der Heimatwelt gebliebenen
Organismen sind vielleicht trotzdem fähig, mehrere Folgen von Implantation, Schwangerschaft
und Ausbruch an einem Wirt durchzuführen. Einige Organismen könnten die Fähigkeit
besitzen, sich von einem sozialen Modus auf einen primitiveren nicht-sozialen
Modus umzustellen.
Vorgeschlagene frühere Typen
Vermutlich
leben immernoch Organismen, die diese Strategie benutzen auf der Heimatwelt.
Früher Vorfahr
Eine
nicht-soziale Kreatur mit einem mehr-phasigen Lebenszyklus. Die meisten Phasen
des Lebenszyklus sind Allesfresser. Die Kreatur ist eine sehr primitive Version
des Organismus.
Natürlicher Wirt
Der
natürliche Wirt könnte jede größere bewegliche Kreatur sein oder auch ein unbeweglicher
vegetativer Organismus.
Lebenszyklus
Eier
werden in großen Gelegen geschaffen und vielleicht in der Erde vergraben oder
mit Harz an vegetativen Organismen befestigt. Dieses Harz könnte auch dazu dienen,
die Eier vor Räubern zu schützen. Nach einer längeren Ruhephase sind die Eier
ausgebrütet und die Larven brechen hervor. Diese sind freie einzeln lebende Organismen,
die ganz der Futtersuche und der Suche nach potentiellen Wirten ergeben sind.
Sie besitzen fortgeschrittene Sinnesorgane und sind fähig, viele Pro-Embryos zu
produzieren. Die Eier dieser Spezies sind wenig mehr als bloße Behälter. Sie besitzen
keine Sinnesorgane und öffnen sich wahrscheinlich auf ein Signal der Larve. Die
Larven schaffen Pro-Embryos in den mutmaßlichen Wirten. Diese Pro-Embryos verdauen
jede verfügbare Nahrung, die sie in ihrem Substrat vorfinden. Die Nahrung könnte
auch aus Oberflächenparasiten, vegetativen Stoffen oder abgesonderten Substanzen
bestehen. Die Pro-Embryos wären fähig, ihren Wirt zu wechseln und könnten bei
vegetativen Spezies zur Bestäubung beitragen. In fortgeschritteneren Formen könnte
das Pro-Embryo im Verdauungssystem des Wirts leben und sich von teilverdauter
Nahrung ernähren. Wenn eine bestimmte Stuffe der Ernährung erreicht ist, verwandelt
sich das Embryo in einen Nymph und wird ein freilebender Organsimus. Nach einer
Reihe räuberischer Instars wird ein Imago erreicht, dessen einziges Ziel die Eier-Produktion
ist.
Kommentar
Es
gibt verschiedene Lebenszyklus- und Lebensstil-Strategien, die von diesem Organismus
abgeleitet werden könnten. Es gibt wahrscheinlich verschiedene Spezies, die von
dieser allgemeinen Form abstammen. Das Imago ist die voll-ausgewachsene Version
des Organismus, die ihre ganze Instar-Zeit mit der Futtersuche verbracht hat.
Wie beim Pro-Embryo könnte die Nahrung vegetativ oder tierisch.
Mittlerer Vorfahr
Eine
nicht-soziale räuberische Kreatur mit zweiphasigem Lebenszyklus. Diese Kreatur
ist vielleicht schon im Begriff, sich zum moderenen Organismus zu entwickeln.
Natürlicher Wirt
Der
natürliche Wirt ist eine große Kreatur, die durch eine einzige Öffnung am Ende
eines langen Halses atmet. Der Luftfluß durch den Hals wird durch ausdehnen und
zusammenziehen der Halswände erreicht, möglicherweise durch kontrahierende Wellenbewegungen.
Lebenszyklus
Dickwandige
und vielleicht gepanzerte Eier werden im Boden vergraben und an igrem Platz mit
Harz verklebt. Die Eier reifen und treten in eine Ruhephase ein. Die Bewegungen
und die Geräusche eines sich nähernden Wirts signalisieren dem Ei, sich zu öffnen
und die Larve freizugeben, die den Wirt verfolgt und sich an ihn heftet. Bei diesem
Organismus ist es das einzige Ziel der Larve, ein Embryo zu schaffen und es so
schnell wie möglich in den Wirt zu implantieren. Ihre Sinnesorgane sind nur für
dieses Ziel bestimmt und da sie keine Nahrung zu sich nimmt, kann sie es sich
nur leisten, wenige Embryos zu implantieren, meistens nur eins. Das Ei hat bescheidene
Fähigkeiten einen möglichen Wirt festzustellen und die Larve zu entlassen. Die
Larve findet dann die Atemöffnung, heftet sich mit Hilfe ihrer Beine und des Schwanzes
daran und ergänzt die Atmung des Wirts während der Implantationsphase. Das Embryo
wird in den Atmungskanal implantiert. Wenn die Einpflanzung beendet ist, stirbt
die Larve. Der Wirt läuft weiter, bis der Nymph durch dessen natürliche Öffnung
ausbricht. Diese Tortur überlebt der Wirt wahrschinlich in den meisten Fällen,
obwohl er in den folgenden Tagen sicher nur mühsam atmen kann. Der Nymph durchläuft
eine Reihe von Instars, die nach Nahrung suchen, bis das Imago erreicht ist, das
auf der Suche nach Nahrung, anderen Imagos und erreichbaren Wirten sucht. Die
Maul-Zunge ist vielleicht wichtig für alle drei Tätigkeiten, genauso wie zum Schutz
des Ausgewachsenen vor der Implantation durch Larven anderer Spezies. Mutmaßliche
Wirte könnten durch Benutzung der Zunge geschwächt werden, was sie anfälliger
gegenüber der Implantation durch die Larven macht. In einem großen Gebiet könnte
eine Reihe von Eiern geschaffen werden, die darauf warten, daß ein geschwächter
Wirt auf sie stößt. Wahrscheinlich sind die Ausgewachsenen fähig, sich selbst
und/oder einige geschwächte Wirte mit Harz zu verpuppen, um sie vor Räubern zu
schützen.
Kommentar
Die
Eier und Larven dieser Spezies scheinen insofern zusammenzuhängen, daß sie sich
die Verantwortung von Wirtsdetektion und Auswahl teilen. Das deutet darauf hin,
daß Larve und Ei bei dieser Spezies einen gemeinsamen beständigen Organismus bilden
und daß sich beide Teile die Sinnesorgane teilen oder kopieren.
Direkter Vorfahr
Eine
räuberische soziale Kreatur, wahrscheinlich kleiner als der mittlere Vorfahr.
Dieser Organismus ist der unmittelbare Vorfahr des modernen Organismus.
Natürlicher Wirt
Eine
kleinere Version des Wirts vom Vorfahr.
Lebenszyklus
Eine
befruchtete Königin schafft in einem geschützen Gebiet dickwandige Eier. Diese
werden von verschiedenen Klassen verwandter Ausgewachsener bewacht und gepflegt.
Das Nest wird von Ausgewachsenen gebaut und erhalten und besteht aus abgesondertem
Harz. Die Ausgewachsenen beschaffen Wirte von außerhalb des Nests und machen sie
in der Nähe von reifen Eiern bewegungsunfähig. Die Eier öffnen sich und die Larve
heftet sich direkt an den Wirt. Der Energiehaushalt der Larve wird fast vollständig
dazu verwendet, sich am Wirt festzuhalten und ein einziges Embryo zu implantieren.
Die großen Eier enthalten die meisten sonsorischen und entscheidungstreffenden
Organe, und werden von der Larve "zerlegt" verlassen. Die Implantation
und Schwangerschaft verläuft wie beim mittleren Vorfahr, aber der Nymph reißt
sich einen Weg aus dem Wirtskörper. Wenn der Wirt nicht groß genug ist, verendet
er wahrscheinlich nach dem Ausbruch. Der Nymph entwickelt sich durch eine Reihe
von Instars zu einem Imago, das entsprechend seines Alters oder seiner Klasse
verschiedene Aufgaben, die im Nest benötigt werden, ausführen kann.
Kommentar
Die
Königinnen zeigen mindestens sechs Gliedmaßen und ein zusätzliches Paar Hinterbeine
ist nötig, um den Eisack zu stützen. Königinnen haben eine größere Anzahl Gliedmaßen,
Finger und Rückenflügel, als bei den verschiedenen Instar-Formen beobachtet wurde.
Das deutet darauf hin, daß sie die am weitesten entwickelte Instar-Form darstellen.
Falls das der Fall ist, könnten die verschiedenen Instar-Formen verschiedenen
Klassen entsprechen. Ein Nymph, der sich isoliert vom Nest befindet oder in einem
Nest mit einer funktionsuntüchtigen Königin, könnte sich schnell durch die Reihe
von Instars entwickeln (die nur in einem funktionstüchtigem Nest von Nutzen sind)
und in ein Königin-Imago, das den ei-schaffenden Prozeß beginnen und wieder Kontrolle
in das leiterlose Nest einführen könnte. Eine Königin in einem funktionsfähigem
Nest würde die Entwicklung aller anderen Individuen unterdrücken und ihre Entwicklung
in der vorletzten Phase des Imago halten. Das könnte durch ein spezielles von
der Königin produziertes Signal bewirkt werden, das die Zerstörung der Bedeckung
der Ausgewachsenen bewirkt. Ein einsames Imago, das sich in ein Königin-Imago
verwandelt, könnte eine Winterschlaf-Periode benötigen, in der es die Gestaltsmerkmale
einer Königin entwickelt: die Hilfsarme am Unterleib, den großen Kopfschild und
den Eisack mit dem zusätzlichen Beinpaar. In diesem Fall könnte die Ausgewachsenen-Bedeckung
die Quelle der Entwicklungssignale sein die die Umwandlung auslösen. Die Bedeckung
würde sich dann in den Schild verwandeln.
Das Königin-Imago ist eine Form,
deren einziges Ziel es ist, einer große Anzahl von Eiern in einer kurzen Zeitspanne
zu produzieren. Vermutlich ist diese Form eine neue Entwicklung, die charakteristisch
für die soziale Spezies ist. Es wäre möglich, daß auch die Imago-Form die Fähigkeit
behält, Eier zu schaffen, wenn auch in einem geringeren Ausmaß und mit großer
Mühe (siehe Anhang A). Das würde ein Hinwegsetzen über die natürlichen Vorlieben
der bedeckten Imago-Formen benötigen, sich in ein Königin-Imago zu entwickeln.
Wahrscheinlich würde das nur vorkommen unter Perioden von extremen Streß und wenn
Nahrungsbedürfnisse, die zur Verwandlung in eine Königin nötig sind, nicht erfüllt
werden können.
Anhang A: Sporentheorie der Fortpflanzung
Die
Hypothese in dieser Sektion wurde nach einer langen Diskussion mit Gregory S.
Turenchalk un Eelko de Vos formuliert. Trotzdem soll das Folgende nur die Ideen
des Autors darstellen. Eine ungenutzte Szene im Film ALIEN zeigt die Fähigkeit
eines Imagos, einen Wirt so zu infizieren, daß er in ein Ei umgewandelt wird.
Die genaue Natur des Eis und der Inhalt sind unbekannt, aber es ist anzunehmen,
daß es eine Larve enthält. Der Prozeß, durch den die Umwandlung geschieht, könnte
funktionell ähnlich dem Embryo-Implantations-Prozeß sein, wie er von der Larve
ausgeführt wird. So wie das Larven-implantierte Embryo einen Teil des Wirts in
einen Nymph umwandelt, so wandelt der Imago-implantierte Teil einen viel größeren
Teil des Wirts in ein Ei um. Das unterstützt weiter die Idee, daß die funktionelle
und morphologische Übereinstimmung zwischen den Jungphasen und den ausgewachsenen
Phasen bewahrt bleibt. Dieser Faktor wird von jetzt an als Spore bezeichnet.
Die Entwicklung des Königin-Imagos als einziges Fortpflanzungsglied des Nests
könnte durch die Existenz der vorausgesetzten Spore erklärt werden. Für Eier wurde
eine Reifephase angedeutet, während der sie nicht fähig sind, gültige Wirte zu
identifizieren oder eine lebensfähige Larve zu erzeugen. Diese Reifephase würde
der Zeitperiode entsprechen, die nach dem Zeitpunkt beginnt, an dem die Spore
in den Wirtskörper eingeführt wurde und während der das Gewebe des Wirts in Ei-Gewebe
umgewandelt wird. Zusätzlich zu ihrer Größe beeindruckt die Königin durch ihre
ständige Eiproduktion. Es bleibt unklar, ob die Eier sofort reifen oder nicht,
nachdem sie vom Ovipositor freigesetzt wurden. Die ständige Ei-Produktion würde
in dieser Form sehr erleichtert werden, wenn der Großteil der Eier, wie gesehen,
in den durchsichtigen Ei-Produktions-Organen gebildet werden würde. Das in diesen
Organen enthaltene Material ist aber wahrscheinlich nur "Dotter"-Material,
dem von durch die Königin eine Spore implantiert wird. Das infizierte Dotter würde
dann durch die Spore in ein Ei umgewandelt werden, genauso wie ein infizierter
Wirt. In diesem Fall wird die Entwicklung des Königin-Imagos ausgedrückt
durch das Schaffen eines Systems, durch das die Königin Nährstoffe in Dotter oder
"Pseudo-Wirte" umwandelt, die speziell dazu geplant sind, mit einer
Spore infiziert zu werden. Die Königin kann zusätzlich dazu, daß sie Organisations-Mittelpunkt
des Nests ist, als ein spezieller Verarbeiter angesehen werden, geschaffen um
Rohmaterial in Pseudo-Wirte umzuwandeln. Während die Spore als Überrest eines
früheren Fortpflanzungsystems angesehen werden kann, bei dem Wirte von Ausgewachsenen
zur Implantation benötigt wurden. Wahrscheinlich behält die Königin die frühere
Fähigkeit, Wirte mit Sporen zu infizieren und sie könnte sich auf diese Fähigkeit
verlassen, für den Fall, daß sie Ei-Produktions-Organe einen irreparablen Schaden
erhalten. Das bedeutet, daß während des Lebenszyklus des frühen Organismus
zwei Perioden von wirtsbedingter Anpassung gab. Die erste gab es während der Reifephase
des Eis und die zweite während der Schwangerschaftsphase des Nymphs. Außerdem
bedeutet das, daß die Königin eine direkte Anpassung an ihren Nachwuchs sein könnte,
durch das Schaffen spezieller Pseudo-Wirte, die auf den Informationen basieren,
die sie während ihrer eigenen Schwangerschaft erhalten hat. Das könnte eine schnellere
und effizientere Möglichkeit sein, sich an eine neue Umgebung anzupassen und es
würde der Königin erlauben, die Zusammenstellung des Nests durch das Ändern der
Charaktere der Pseudo-Wirte zu kontrollieren.
Die vorgeschlagenen Lebenszyklusphasen und Kennzeichen werden wie folgt revidiert:
| Nr. | Lebenszyklusphase | Lebensphasenbezeichnung |
| 1 | Die Königin implantiert die Spore in den Pseudo-Wirt.
Reifephase (Während dieser Phase wird das Ei entlassen) | SPORE |
| 2 | Pseudo-Wirt wird in einreifes Ei umgewandelt. Ruhephase
Wirts-Signale werden wahrgenommen | EI |
| 3 | Ei
öffnet sich und ein beweglicher Kriecher kommt hervor. Das Ei stirbt. Larve folgt
Wirts-Signalen. Atemöffnung des Wirts wird von der Larve eingenommen. Einpflanzungsphase | LARVE |
| 4 | Larve pflanzt das Embryo in das Atemsystem des Wirts ein und
stirbt. Schwangerschaftsphase ca. 1-10 Tage | EMBRYO |
| 5 | Brustsprenger verläßt den Wirt. | NYMPH |
| 6 | Der Gesichtsklammrer durchläuft eine Reihe von puppen-ähnlichen
Umwandlungen, bis das Image erreicht ist | PUPPE IMAGO |
| 7 | Königin-Imago beginnt Sporenproduktion | KÖNIGIN |
Die
Lebensabschnitte Spore, Ei und Larve werden als JUNG bezeichnet und Embryo, Nymph,
Puppe und Imago als AUSGEWACHSEN.
Schließlich wäre es möglich, daß jedes Imago vor der Umwandlung in eine Königin
auf diese Art und Weise eine Spore in einen Wirt implantiert. Wahrscheinlich wird
die Königin unbeweglich, wenn ihre Ei-Produktions-Organe einmal ausgebildet sind.
Es wäre schwierig für sie, genügend Nährstoffe und Wirte zu erhalten und ein Nest
zu errichten, wenn sie allein wäre. Wenn das Imago zusätzlich einen zweiten Wirt
infizieren würde, wäre der neuen Königin garantiert, wenigstens einen Ausgewachsenen
zu haben, durch den sie Nährstoffe für Generationen von Eiern und Wirte für die
Larven-Implantation erhalten könnte.
//End
Molekularbiologischer Bericht über Linguafoeda Acheronsis (Xenomorph)//