//Begin BugStomperissimo, Kochen mit Bug//

(aus der gleichnamigen InterSpaceNetwork-Serie)

Vorwort:

Die Japaner haben die höchste Lebenserwartung der Erde, das heißt, sie werden im Durchschnitt älter als die Menschen anderswo. Es soll daran liegen, daß sie weniger Fleisch essen als andere Völker. Ob das stimmt oder nicht, ist noch nicht untersucht worden, zumindest nicht mit wissenschaftlich verläßlichen Methoden. Ebenso wie diese These spukt schon lange die Vermutung durch meinen Kopf, daß in dem mitllerweile schon hellblauen, manchmal sogar schwarzen Fleisch von Rindern oder Schweinen aus postnuklearer Freilandhaltung Medizinfutterstoffe, Wachstumsförderer, Beruhigungsmittel, atomarer Abfall und artfremde Gene und Ähnliches steckt. Diese Vermutungen und Ängste haben dazu geführt, daß ich den Verbrauch der klassischen Fleischsorten in meiner Küche sehr eingeschränkt habe. Da ich aber weiter Fleisch esse, bin ich auf alternative Fleischsorten umgestiegen, wie z.B. Xenomorph.   P.S. Bei der Vorbereitung von Gerichten dieses Kapital ist zu beachten, daß große und effektive Jagdwaffen sehr nützlich sind. Mit billigen und schwachen Waffen wird man selbst oft zur Mahlzeit.   Also nicht vergessen: Gutes Xenomorph-Fleisch durch überlegene Feuerkraft.

Kapitel 10 - Gerichte aus agressiven außerirdischen Organismen  

Rezept 1 : Wie koche ich ein Xenomorph  

>>>> [Zutaten | :

Die heutige Lektion in Sachen post-apokalyptischer Improvisationsküche ist eine meiner Liebsten: Xenomorph Braten. Dieses Gericht benötigt Geduld und penible Vorbereitungen. Man beginnt zunächst mit der Auswahl einer stattlichen Xenomorph-Drohne. Gehen Sie sicher, daß es sich dabei nicht um schlechte Qualität handelt, z.B. aus Weyland-Yutani Massenlabortierhaltung, sondern daß es eine "natürliche", in Freiheit aufgewachsene Kreatur ist. Ansonsten nehmen Sie erst gar nicht die Strapazen auf sich. Danach überprüfen Sie, ob die Drohne Ihrer Wahl wach und angrifsbereit ist. Das ist wichtig, da das Fleisch dann nach der Zubereitung zarter ist. Die einfachste Möglichkeit diesen Effekt herbeizuführen ist, sich an eines dieser Biester heranzuschleichen und ihm einen sanften aber doch bestimmten Tritt zu verpassen. Dann strecken Sie dem Xenomorph noch die Zunge raus, schneider Grimassen und beschimpfen es, um ihm noch mal zu vermitteln, daß Sie es auch ernst meinen. Wenn das Xenomorph jetzt nicht reagiert, ignorieren Sie es einfach und wenden Sie sich dem nächsten zu. Andernfalls haben Sie eine gute Wahl getroffen und sollten jetzt zunächst langsam und dann zunehmens schneller anfangen zu laufen. Die Richtung und die Geschwindigkeit spielen hierbei eine große Rolle. Das Xenomorph wird Ihnen sogar hinter her laufen, daß heißt also, sie müssen das Fleisch nicht den ganzen Weg nach Hause tragen. Bevor das Xenomorph nun verarbeitet werden kann, mu es noch vorbereitet werden. Der erste und häufig vergessene, aber wichtige, Schritt der Vorbereitung ist es, daß Xenomorph irgendwie zu zerquetschen. Am besten wirft man es aus dem Fenster eines Hochhauses auf eine harte Bodenfläche, möglichst aus einem der oberen Stockwerke. Das sollte ausreichen, um es zu töten und die Säure aus seinem Körper größtenteils zu entfernen. Jetzt müssen Sie das Xenomorph säubern. Dazu verwenden Sie am besten 3 kg von BugStomper's Atomarer Chili-Gewürzmischung #7. Diese dürfte die Säurereste einer ausgewachsenen Drohne rückstandsfrei neutralisieren. Das beste Fleisch findet man in den Beinen und den Armen. Eine Spezialität ist auch die Zunge (inneres Gebiss), diese muß jedoch sehr lange in Bantha-Kot eingelegt werden, um schmackhaft zu werden, dazu jedoch ein anderes Mal. Schneiden Sie verschieden große Stücke heraus. Sie sollten circa 15 Kg verwertbares Fleisch erhalten. Jetzt sollte langsam der Ofen vorgeheizt werden. Gehen Sie vorher aber zur Sicherheit nochmal in den Keller und überprüfen Sie, ob der hauseigenen Fusionsreaktor auch genügent Energiereserven besitzt. Ist das OK, heizen Sie den Ofen 12 Minuten vor auf der Stufe "Kurz vor Reaktorschmelze". Danach geben Sie die Fleischstücke zusammen mit 1,5 Kg von BugStomper's All Food Seasoning und einem Kari Kari-Blatt in eine von der Nasa auf Hitzefestigkeit geprüfte Bratenform. Nun müssen Sie das ganze noch 19 Stunden bruzzeln lassen und dann können Sie Ihre Familie zu einem unvergeßlichen Mahl zusammenrufen. Bon Appetit. In einer der nächsten Folge lesen Sie, wie man einen Critter frittiert und zu einem schmackhaften Burger zubereitet. Lassen Sie sich überraschen! ] <<<<  

Hier geht es zu Rezept 2 , daß freundlicherweise von Michael Wieland erprobt und zur Verfügung gestellt wurde...

//End BugStomperissimo, Kochen mit Bug//